6 Geheimnisse: Wirkungsvolle Website-Texte schreiben

Website-Texte schreiben

Du hast endlich eine eigene Website eingerichtet, aber nun stehst du vor der Herausforderung, die Seite auch zu befüllen? Du bist schon beim gefühlt drölfzigsten Entwurf für einen Website-Text und kommst einfach nicht weiter? Ich verrate dir hier 6 Geheimnisse, wie du tolle Website-Texte schreiben kannst, die deine Kunden überzeugen und sich trotzdem 100 % nach dir anfühlen.

Website-Texte schreiben: warum Sprache so wichtig ist

Deine Kunden sollen auf deine Website kommen und sofort ein Bild von dir vor Augen haben. Von dir als Mensch und von dir als Expertin. Denn du weißt ja, Menschen kaufen von Menschen. Nur wenn du dich mit deinen besonderen Farben und Facetten zeigst, wirst du es schaffen, Kunden anzuziehen, mit denen du wirklich arbeiten willst und mit denen du eine nachhaltige Verbindung aufbaust.

Das erreichst du unter anderem mit deiner Sprache und deinen Inhalten. Vermeide deshalb abstrakte und austauschbare Formulierungen, sondern lege so viel Persönlichkeit wie möglich hinein, wenn du deine Wesbite-Texte schreibst.

Du „optimierst das QM“ deiner Kunden?

Du „hebst die Prophylaxe auf das nächste Level“?

Das machen DH Sabine und Abrechnungsexpertin Caro auch. Sätze wie diese sagen leider so gar nichts über dein konkretes Angebot und die Art und Weise aus, wie du arbeitest. Also versuche es stattdessen authentisch, persönlich und emotional. Dann erkennen deine Kunden sofort, was dich einzigartig macht und ob sie mit dir arbeiten wollen.

Beachte diese 6 Geheimnisse beim Website-Texte schreiben:

⭐ 1. Sprich direkt an

⭐ 2. Wecke Emotionen

⭐ 3. Nutze Bilder

⭐ 4. Werde konkret

⭐ 5. Hol dir Zustimmung

⭐ 6. Schreibe einfach und verständlich

1. Sprich direkt an

Sorry, aber ich muss es noch einmal wiederholen: Menschen kaufen von Menschen. Und das Ziel deiner Texte ist es, menschliche Nähe aufzubauen und Vertrauen. Kommuniziere auf Augenhöhe. Stelle einen direkten Draht zu den Menschen her. Sprich sie direkt an – dann fühlen sie sich auch angesprochen. Schreibe deine Website-Texte nicht für die „Zahnarztpraxis“ oder das „Team“, sondern gehe ganz konkret auf „Zahnärztin Sophie“ oder „ZMF Helena“ ein.

Beim Schreiben des Textes musst du ihr Bild vor deinem inneren Auge haben. Denn du schreibst deine Website-Texte für sie! Ob du hierfür eine „du“- oder „Sie“-Anrede wählst, ist dir überlassen (wobei ich persönlich immer eher zum „du“ tendiere). Wichtig ist aber, dass du sie persönlich ansprichst. Vergiss unpersönliche Formulierungen mit „man“. Sprich stattdessen von „du“, „ich“, „wir gemeinsam“ in aktiver Form. Und schon hast du deine Leser in deinen Bann gezogen.

👉 Direkte Ansprache („du“, dein“, „dich“ oder auch „Sie“, „Ihr“, „Ihnen“)

👉 Keine unpersönlichen „man“-Formulierungen

👉 Aktiv statt passiv (z. B. statt „wird XY geplant“ lieber „planen wir XY“)

2. Wecke Emotionen

Eine direkte Ansprache ist schon mal gut, um die Aufmerksamkeit deiner Leser zu gewinnen. Damit zeigst du: „Hey hallo, hier bin ich!“ Jetzt musst du sie aber auch noch inhaltlich abholen.

Es soll sich ja schließlich nicht jeder von deinen Texten angesprochen fühlen, sondern im besten Fall nur DEINE Wunschkunden. Also gehe genau auf IHRE Bedürfnisse, Fragen, Wünsche und Ziele ein. Und tu das auf eine emotionale Weise.

Voraussetzung hierfür ist, dass du deine Zielgruppe gut kennst (das ist übrigens die Grundlage für alle Inhalte, mit denen deine Kunden erreichen willst). Überlege dir, in welcher Situation sich dein Wunschkunde gerade befindet, wenn er deine Hilfe benötigt.

Und dann: Wie fühlt er sich dabei? Welche Gedanken gehen ihm durch den Kopf?

Ein Zahnarzt, der Schwachstellen in seinen Praxisabläufen sieht, denkt bestimmt nicht:

„Oh, jetzt möchte ich aber gern mal mein Praxismanagement optimieren!“

Viel eher denkt und fühlt er:

„Verdammt, in unserem Team gibt es immer noch Abstimmungsschwierigkeiten, obwohl wir doch jede Woche ein Teammeeting machen!“ oder „Mir graut es vor einer Praxisbegehung. Wie schaffen wir es nur, die QM-Richtlinien einzuhalten, ohne nur noch mit Papierkram beschäftigt zu sein?“

Und genau diese Gefühle solltest du in Worte fassen. Nutze dafür möglichst viele emotionale und bildhafte Wörter, insbesondere Verben.

👉 Kenne die Fragen, Problemen, Wünsche, Ziele deiner Wunschkunden

👉 Nutze emotionale Wörter (z. B. statt „erhalten“ oder „bekommen“ lieber „gewinnen“ oder „aufbauen“)

3. Nutze Bilder

„Ich fühle mich, als wäre ich in ein tiefes Loch gefallen“

„Ich schwebe auf Wolke 7“

„Ich stehe mit dem Rücken zur Wand“

Wenn du diese Sätze liest, kannst du sie sofort nachfühlen, oder? Vielleicht fallen dir spontan Situationen, Menschen oder Dinge ein, die diese Gefühle in dir auslösen? Genau darum geht es!

Nutze bildhafte Sprache, um deinen Inhalt nachvollziehbarer zu machen. Um deine Leser noch stärker emotional abzuholen. Das erreichst mit Redewendungen wie den oben genannten oder aber indem du viele Vergleiche und umschreibende Adjektive einbaust.

👉 Zum Beispiel könntest du aus diesem Satz …

„So wird die Patientenzufriedenheit bei der Prophylaxe gesteigert.“

👉 … diesen hier machen:

„Ich zeige dir, wie du mit einer sanften Prophylaxebehandlung dafür sorgst, dass sich deine Patienten wie im Wellnesstempel fühlen.“

4. Werde konkret

Genauso wie die bildhafte Sprache lösen konkrete Beschreibungen etwas in uns aus. Unser Gehirn kann Konkretes viel eher verinnerlichen als Abstraktes. Das Schöne dabei ist: die konkreten Beispiele, die du beschreibst, müssen noch nicht einmal zu 100 % auf deinen Leser zutreffen.

Wir Menschen sind nämlich fähig, den übergeordneten Sinn von konkreten Situationen zu erfassen und auf uns selbst zu übertragen. Uns in allgemeine Beschreibungen hineinzudenken und darin wiederzufinden, fällt uns hingegen viel viel schwerer.

Verallgemeinerungen und abstrakte Formulierungen bringen dir also auf deiner Website – und generell in deinem Content – nicht viel. Deswegen werde in deinen Ausführungen so konkret wie möglich.

Das könnte so aussehen:

von ALLGEMEIN 👇

„Mit mir optimieren Sie Ihr Zeitmanagement.“

schon KONKRETER 👇

„Mit mir gewinnen Sie mehr Zeit für wichtige Dinge.“

zu richtig KONKRET 👇

„Mit mir gewinnen Sie endlich mehr Zeit, um ohne Druck mit Ihren Patienten sprechen und alle Fragen in Ruhe beantworten zu können.“

5. Hol dir Zustimmung

Wir haben schon festgestellt, dass du immer deine Wunschkunden im Kopf haben solltest, wenn du deine Website-Texte schreibst, um sie persönlich und emotional anzusprechen.

Versuche jetzt noch aktiv, ihre Zustimmung zu gewinnen. Während Sie deine Texte lesen, sollen sie die ganze Zeit innerlich mit dem Kopf nicken.

Du hast das Gefühl…? → Ja! Kennst du das…? → Ja!

Hast du dich auch schon gefragt…? → Ja!

Hättest du auch gern…? → Ja!

Das schaffst du einerseits wieder, indem du sie direkt ansprichst und ihre Probleme/Fragen/Wünsche/Ziele in den Vordergrund stellst. Andererseits, indem du typische Wörter, Formulierungen oder Zitate deiner Kunden verwendest. Je mehr Zustimmung deine Leser deinen Website-Texten geben, desto mehr haben sie das Gefühl, dass du sie wirklich verstehst. Und das ist die optimale Basis dafür, dass sie später auch dein Angebot in Anspruch nehmen.

👉 Sprich deine Leser direkt an und gehe auf ihre Probleme/Fragen/Wünsche/Ziele ein

👉 Nutze die typische Sprache deiner Wunschkunden

6. Schreibe einfach und verständlich

Hilf deinen Lesern zu verstehen, was du ihnen mitteilen willst. Vermeide deshalb einen komplizierten Satzbau und komme direkt auf den Punkt (aber bleib dabei emotional 😉).

Teile den Inhalt lieber auf mehrere kurze Sätze auf, als ihn in einem langen Schachtelsatz zu verpacken (bis zu 14 Wörter sind eine gute Satzlänge).

Versuche außerdem, Hilfsverben wie „können/dürfen/sollen“ wegzulassen. Verwende lieber den Imperativ oder Präsens (z. B. statt „du solltest das tun, um …“ lieber „Tu das, um…“ und statt „Ich möchte Sie bei XY unterstützen“ lieber „Ich unterstütze Sie bei XY“). Das verleiht deiner Aussage Nachdruck, wirkt überzeugender und auch verbindlicher.

Überlege bei der Wortwahl auch, ob du bestimmte Fachbegriffe lieber umschreiben solltest. Dabei meine ich nicht die Fachbegriffe, die im dentalen Alltag total gängig sind. Sondern eher Begriffe, die sich direkt auf deine Tätigkeit beziehen.

Wenn du zum Beispiel als Praxisberaterin von Kommunikationsmodellen oder Human Design sprichst, werden deine Kunden nicht gleich verstehen, was dahinter steckt. Also überlege immer, ob die Begrifflichkeiten für deine Kunden klar sind, bevor du mit dem Website-Texte schreiben startest.

👉 Einfacher Satzbau

👉 Kurze Sätze Imperativ/Präsens statt Hilfsverben

👉 Unbekannte Fachbegriffe weglassen oder erklären

1-1-coaching

Du findest deine Website-Texte nicht rund? Sie fühlen sich nicht nach dir an oder sind irgendwie nichtssagend?

Komm in mein 1:1-Coaching und wir gehen deine Texte gemeinsam an! Ich zeige dir die Grundlagen für wirkungsvolle Texte und gebe dir hilfreiches Feedback zu deinen Entwürfen.