So erstellst du als Expertin den perfekten Karussell-Post für Instagram

Bestimmt hast du selbst schon häufig einen Karussell-Post bei anderen Experten gesehen? Das sind diese Bildergalerien, die aus bis zu 10 Kacheln bestehen und oft mega hilfreichen Inhalt enthalten. Und auch als Praxiscoach, Referentin oder externe Dienstleisterin für Praxen kannst du sie ideal nutzen, um deiner Community Informationen und Tipps zu deinem Expertenthema zu vermitteln. Worauf du bei Inhalt und Form von Karussell-Posts achten solltest, erfährst du hier.

Karussel-Post

Warum Karussells?

Karussell-Posts sind ein super Tool, um dein Expertenwissen an den Mann oder die Frau zu bringen (egal, ob dental oder aus einer anderen Branche). Du kannst viel Mehrwert in einen Instagram-Beitrag packen und so zahlreiche „Ohs!“ und „Ahs!“ bei deiner Community erzeugen.

Laut Statistiken (z. B. von Hootsuite) erreichst du mit Karussell-Postings mehr Reichweite und mehr Interaktion als mit einfachen Postings aus einer Kachel. Diese Form der Aufbereitung scheint also für Instagram-User interessant zu sein.

Auch meine Erfahrung zeigt: Gerade Karussell-Postings werden besonders häufig abgespeichert. Außerdem erhöhst du die Verweildauer deiner Beiträge. Wenn der Inhalt interessant ist und sich der User durch alle Kachel swipet, verbringt er logischerweise mehr Zeit mit deinem Post als wenn dieser nur aus einem Bild bestehen würde.

Je mehr Speicherungen (oder andere Interaktionen) und desto höher die Verweildauer, desto besser für den Instagram-Algorithmus. Denn er deutet diese Signale als Zeichen dafür, dass deine Inhalte spannend und wertvoll sind. Und genau das wollen wir ja! Denn dann zeigt der Algorithmus unsere Beiträge noch mehr Menschen an. Wie genial!

Ideen für deinen Inhalt

Versuche beim Karussell-Post – wie bei allen Mehrwert-Postings – immer nur ein einziges Problem deiner Zielgruppe zu lösen bzw. eine einzige Frage zu klären. Deine Community soll im besten Fall einen ganz konkreten Tipp von dir bekommen, den sie direkt umsetzen kann. So zauberst du deinen Followern positive Erlebnisse und ihr Vertrauen in deine Kompetenz steigt von Mal zu Mal.

Für einen Karussell-Post eigenen sich zum Beispiel einzelne Tipps, Schritte, Ideen oder Erläuterungen zu einem ganz bestimmten Teilaspekt deines Themas. Das könnte eine bestimmte GOZ-Nummer sein, wenn du in der Abrechnung unterwegs bist. Oder der optimale Schritt-für-Schritt-Ablauf einer Kinderprophylaxesitzung, wenn das dein Herzensthema ist.

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Aufbau deines Karussell-Posts

Achte beim Aufbau deiner Karussell-Postings auf eine Art Spannungsbogen. Du willst ja, dass sich die Leute bis zur letzten Kachel durchswipen. Eine Struktur, die sich bewährt hat, sieht so aus:

  1. Titel
  2. Direkte Ansprache
  3. Lösungen/Tipps
  4. Handlungsaufforderung

Titel

Die Titel-Kachel deines Karussell-Posts solltest du möglichst spannend gestalten. Die Headline muss das Interesse der User wecken und sie in den Post hineinziehen. Denk daran, sie gleichzeitig einfach und verständlich zu halten. Der Nutzer muss in wenigen Sekunden verstanden haben, welchen Mehrwert er hat, wenn er sich den Post genauer anschaut. Ist der Nutzen für ihn nicht sofort klar, scrollt er einfach weiter.

Nutze hierfür aufmerksamkeitsfördernde Signalwörter wie zum Beispiel: einfach, unbedingt, genial, leicht, Gewinn, geheim, magisch, außergewöhnlich, sensationell, schnell

„5 einfache Tipps für mehr Struktur in deinen Unterlagen“

„So rechnest du GOZ XY korrekt ab“

„3 geniale Ideen für deine Mittagspause“

Direkte Ansprache

Nutze die erste(n) Kachel(n) hinter dem Titel für eine direkte Ansprache. Zeige deiner Community, dass du sie verstehst und ihre Probleme und Fragen kennst. Nutze dafür Fragen und hole sie emotional ab.

„Kennst du das Gefühl, … ?“

„Hand aufs Herz: Wie gut läuft … bei dir?“

„Du willst … erreichen? Hier sind ein paar einfache Tipps …“

Lösung

Starte jetzt mit dem Mehrwert. Strukturiere dabei den Inhalt nach einer logischen Reihenfolge, also z. B. Tipp 1, 2, 3 … Und versuche, den Text auf einer einzelnen Kachel nicht zu klein zu machen, sondern gut lesbar darzustellen. Wenn du so viele Infos hast, dass sie nicht in die übrigen Kacheln passen, dann überlege noch einmal genau, ob du nicht doch noch zu viel Wissen in einen Post packen willst. Löst dein Inhalt wirklich nur ein Mini-Problem? Im Zweifel musst du deinen Inhalt noch konkreter auf eine Situation oder Fragestellung runterbrechen.

Also z. B. statt alle Abrechnungspositionen der Implantologie erklären zu wollen, geh nur auf einzelne Materialien ein.

Handlungsaufforderung

Ein ziemlich wichtiges Element deines Karussell-Posts ist die Handlungsaufforderung am Ende. Nutze die letzte Kachel dazu, um mit einem sogenannten Call to Action die User zum Liken, Teilen, Speichern oder Kommentieren zu bewegen. Es ist nämlich längst erwiesen, dass wir Menschen Dinge viel eher tun, wenn wir dazu direkt aufgefordert werden. Und das solltest du unbedingt nutzen!

Du kannst mit der Handlungsaufforderung übrigens auch sehr gut zum Weiterlesen in deinem Blogartikel, zum Anhören deiner neuen Podcastfolge oder zum Download deines Freebies animieren. Hauptsache der weiterführende Content passt zum Inhalt des Karussells.

Beschränke dich aber im besten Fall immer auf eine einzige Handlungsaufforderung. Gibst du dem User drei verschiedene Anweisungen, weiß er nicht, was das richtige ist und tut im Zweifel gar nichts.

Grafische Gestaltung von Karussell-Posts

Ich verwende für die Erstellung meiner Karussells-Posts das Design-Tool Canva. Du kannst aber natürlich auch jede andere Anwendung dafür nutzen.

Wichtig ist, dass du bei der Gestaltung dein Branding einfließen lässt. Arbeite mit deinen festen Brandingfarben und -schriften. So erkennt man schon auf den ersten Blick, dass der Inhalt von dir stammt. Und schaffst du dir ganz nebenbei auch ein einheitliches Feeddesign.

Tipp: Um dir die Erstellung selbst etwas zu erleichtern, verwende Vorlagen, in denen du nur immer wieder den Text austauschen musst. Entweder baust du dir selbst welche oder du nutzt Vorlagen von anderen.

Profi-Tipp: Wenn du schon etwas versierter in der Karussell-Gestaltung bist, solltest du auch mal zusammenhängende Kacheln testen. Damit meine ich, dass man auf einem Bild schon ein Stück von der nächsten Grafik erahnen kann. Das animiert noch stärker zum Weiterswipen. Dazu erstellst du erst eine Grafik im langen Querformat (die Länge richtet sich nach der Anzahl deiner Kacheln) und teilst es dann mit einem Online-Tool wie PineTools oder ImageSplitter in mehrere Quadrate auf.

Zusammenhängender Karussell Post Template

Das optimale Format für deinen Karussell-Post

Du kannst deine Kacheln für den Karussell-Post in allen regulären Instagram-Formaten hochladen.

  • Landscape 1.91:1
  • Vertical 4:5
  • Square 1:1

Beachte, dass das Titelbild in deinem Feed jedoch immer quadratisch angezeigt wird. Gestalte den Titel also so, dass alles Wichtige im mittleren Bereich zu sehen ist und möglichst keine Schrift abgeschnitten wird.

Last but not least: Die Caption

Du hast nun deine Grafiken erstellt und sie sind bereit zum Upload auf Instagram. Glückwunsch! Aber jetzt musst du dir noch ein paar Gedanken über die Caption (also Bildunterschrift) machen. Hier darfst und solltest du die Kerninhalte deiner Grafiken noch einmal wiederholen. Denn es gibt auch User, die lieber nur schnell in die Caption schauen, als durch die Kacheln zu stöbern.

Wenn du auf deinen Grafiken besonders viel Text untergebracht hast (bitte versuche aber auch hier den Fokus zu halten, siehe oben) wiederhole nicht alles Punkt für Punkt. Konzentriere dich in der Caption eher auf die kompakte Zusammenfassung und lasse detaillierte Erläuterungen weg. Gib deinen Followern eventuell den Hinweis, dass sie weiterführende Infos in den einzelnen Kacheln erhalten, z. B. so: „Swipe durch die Bilder, um zu erfahren, wie es genau geht!“.

Denke daran, den Einstieg in deine Caption besonders interessant zu schreiben. Denn deine Follower bekommen in ihrem News-Feed nur die ersten drei Zeilen angezeigt. Und die müssen sofort motivieren, auf den „Mehr“-Button zu tippen. Zum Beispiel mit einer direkten, emotionalen Ansprache oder einer spannenden Frage.

„Wünschst du dir auch manchmal, dass deine Patienten öfter die Wahrheit sagen?“

„Wende diese 5 Tipps an, um mehr Überblick über deine Praxisfinanzen zu erhalten.“

Nutze zu guter Letzt ein paar sinnvolle Hashtags, die zu deinem Thema passen. (Ein paar konkrete Hasthag-Vorschläge für die Abrechnung, Prophylaxe und das Praxismanagement findest du in meinem Instagram-Feed.)

Wenn du alle diese Tipps beachtest, erstellst du bald wunderbare Karussell-Postings für Instagram, die deine Follower begeistern werden.

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